Face Music - Traditional Instruments - Khakas people




- Catalog (in stock)
- Back-Catalog
- Mail Order
- Online Order
- about Artists
- Sounds
- Workshops
- Instruments
- Projects
- History Face
- ten years 87-97
- Review Face

- Photos - Artists
- our friends
- Albis Face
- Albis - Photos
- Albis Work
- Links

- Home

- Contact

- Profil MySpace
- Profil YouTube
- Overton Network

P & C December 1998
- Face Music / Albi

- last update 03-2016


Text in German


Instrumente:


aghas-khomys

- Khomys (Saiteninstrument)

Dabei handelt es sich um eine zwei- oder dreisaitige Laute, die mit der altaiischen topshur, der doshpulur der Tuwa und der mongolischen tovshuur verwandt ist.

Die Chakassen spielen zwei verschiedene Arten der khomys: die aghas-khomys und die topchyl-khomys.

Beide haben einen Körper und Hals, die aus Zedernholz geschnitzt sind, aber während erstere einen Resonanzboden aus Zedernholz hat, ist der Körper der letzteren mit der Haut von Rehwild, Hausziegen oder Rindern bedeckt. Die traditionellen Saiten bestehen aus verdrehtem Pferdehaar, und die einzelnen Saiten sind in Quarten oder Quinten gestimmt; die dreisaitige khomys ist in einer Quarte plus einer Quinte gestimmt.

"In der Westmongolei gibt es über die Entstehung der Laute eine Legende über einen heiligen Schwan, weshalb am Halsende ein Schwanenkopf gefertigt wird.
Instrumentenbauer erzählen auch, dass das Instrument seine Seele aus der Natur bekommt, indem man die Laute in den Wind hebt und diese zu vibrieren beginnt. Die Geister des Berges oder des Windes haben nun diese zugeführt."



topchyl-khomys



- Yykh (Saiteninstrument)

Dabei handelt es sich um eine zweisaitige Fiedel der Chakassen, die mit der altaiischen ikili, der igil der Tuwa und der mongolischen ikil verwandt ist.

Ihr Körper ist dem der khomys ähnlich, verfügt aber über einen längeren Hals. Der Körper ist wie jener der topchyl-khomys mit der Haut von Rehwild, Hausziege oder Kalb bedeckt. Die Saiten sind aus verdrehtem Pferdehaar gefertigt und in einer Quart oder Quint gestimmt. Sie wird mit einem Bogen aus Weidenholz mit Pferdehaarsaiten gespielt und ist von Lärchen oder Zedernholzharz umgeben.








- Chatkhan – Chak (Chadaghan) – (Saiteninstrument)

Gezupfte Kastentzither der Chakassen mit sechs bis vierzehn Saiten, weit verwandt mit der chadagan der Tuwa, der mongolischen yatga, der japanischen koto, der chinesischen quin und der koreanischen kayagum.

Die chakassische Zither ist ein 1,5 m langer Kasten aus Fichtenholz, wobei jede Metallsaite über einen eigenen beweglichen Steg aus Schafsknochen läuft. Ursprünglich bestand sie wahrscheinlich aus einem kurzen Körper (etwa 50 cm lang), der von unten wie eine umgedrehte Wanne ausgehöhlt wurde, mit Saiten aus Pferdeschwanzhaaren.
Im 18. Jahrhundert besass dieses Instrument aber bereits seine gegenwärtige Form: ein langer Kasten aus genagelten Brettern mit 6 oder 7 Metallsaiten. Diese Zither hat einen ziemlich weichen Klang, was sie zu einem idealen Instrument für kleine Zusammentreffen macht. Die chatkhan ist pentatonisch gestimmt, wobei eine oder zwei Saiten eine Quint oder eine Oktave unter der tiefsten Melodiesaite gestimmt sind, um dadurch den Bordun zu erhalten. Die Saiten werden rechts der beweglichen Stege mit der rechten Hand gezupft, um sowohl Melodie als auch Bordun zu erzeugen. Die linke Hand wird dazu verwendet, bestimmte Saiten links des beweglichen Stegs niederzudrücken. Auf diese Weise können diatonische Melodien gespielt werden, ebenso wie die schmückenden Gleittöne und Vibrati, die für dieses Instrument so typisch sind.

Die chatkhan kann (wie die chakassischen Lauten) Heim eines Geistes sein, und somit ist die Benutzung und das Spiel an Tabus und Rituale gebunden. Anders als die langen Zithern (yatga) ihrer südöstlichen Nachbaren, der Mongolen, die die Langzither hauptsächlich am Königshof und in Klöstern verwendeten, da die Saiten die zwölf Ebenen der Palasthierarchie symbolisierten, wurde die chatkhan zur Begleitung lyrischer, historischer und epischer Lieder und Heldengeschichten in privaten Zusammenkünften der gemeinen Leute verwendet, insbesondere dabei bei Hochzeiten und nächtlichen Totenwachen.

Die heiligen Heldenepen der Chakassen sagen: „Wir sind alle das Universum, weil wir jedes Jahr, jeden Tag und jeden Moment an der Erschaffung der Welt teilhaben.“ Dies gilt auch für ihre Folklore, ihre Sitten und Traditionen. Künstlerische Kreativität ist mit materieller Produktion verwoben, mit dem Leben und alltäglichen Beziehungen. In der traditionellen chakassichen Gesellschaft konnten alle, d.h. jeder Mann und jede Frau, das Geschenk der Kreativität erhalten. Dabei war ein Genre der mündlichen künstlerischen Arbeit des Volks, die auch als takhpakh (=improvisierte Lieder) bezeichnet wurde, besonders weit verbreitet.

Frauen hatten in der chakassichen Gesellschaft eine wichtige Stellung inne, was in vielen Heldengedichten und Epen widergespiegelt ist. Weibliche Krieger waren grosse Helden im Kampf gegen äussere Feinde. Frauen tragen ein „pogho“, ein weibliches Brustornament aus der Kaurischnecke, mit Perlenknöpfen und farbenprächtigen Kügelchen, die in das Leder oder den Stoff genäht wurden; und wie sie leben, ist in einer bestimmten Geschichte erklärt, in welcher die Regeln in ornamentaler Form beschrieben sind. Die poghos bilden eine Brücke zwischen den Generationen und wirken gleichzeitig als spirituelles Schutzschild, das die weibliche Fruchtbarkeit schützt und somit Nachkommen gegen äussere Feinde sichert (animistisches Denken).






- Kobyrakh (Blasinstrument)

Früher war es eine offene, am Ende geblasene Flöte, ähnlich jener, die von Bashkiren und Kaukasiern verwendet wird. Es handelte sich um ein 30 bis 80 cm langes, glattes Hohlrohr ohne Grifflöcher, das aus dem Stiel eines grossen Doldengewächses oder einer Weidenpflanze gefertigt ist. Der chakassische Stamm der Khaas benannte dieses Instrument “khobyrakh” (lit. “Bärenklau”, eine Art Doldengewächs), während die Stämme der Saghai und Shor es als “shoor” bezeichneten (wie die Altaier).
Heutzutage besitzt es einen kleinen Block mit oben einem Schlitz und ist aus Furnierholz (Esche, Mahagoni oder andere Arten) oder Kunststoff hergestellt.

Die Altaier kennen auch ein Blasinstrument, das als “shagur“ bezeichnet wird und mit der shoor und khobyrakh vergleichbar ist. Es hat jedoch Seitenlöcher und wird aus Holz gefertigt. Seine Länge beträgt 30-40 cm.


Bärenklau

- Syylas (Blasinstrument)

Eine offene, am Ende geblasene Flöte, die von den Bashkiren und den Kaukasieren verwendet wird. Es handelt sich um ein langes, glattes, hohles Rohr (etwa 50-70 cm lang) mit vier Grifflöchern an der Vorder- und einem an der Rückseite. Sie wird aus dem Stiel der Riesenkerbel (sonnenschirmähnliche Pflanze, bezeichnet grosse Doldengewächse) oder aus Holz gefertigt. Heutzutage wird sie hauptsächlich aus Kunststoff gefertigt.

Melodien werden mittels Luftstrom durch Abdecken oder Aufdecken des unteren Endes mit einem Finger hergestellt. Da eine solche traditionelle Herstellung für Transporte ungeeignet, sehr zerbrechlich und vergänglich ist, wird dieses Instrument heute auch aus Kunststoff hergestellt. Es besitzt heute oft 3 oder manchmal 6 Grifflöcher.


Riesenkerbel – Bärenklau (chervil)


Die Jäger verwendeten u.a. verschiedene Arten und Grössen von Blasinstrumenten (Flöten und Pfeifen).

Dazu gehören eine Strohpfeife syghyrkhy (sîghîrtkhî), eine kleine Birkenpfeife sybyskhy (sibîskhî) und die grössere, konische, aus Holz hergestellte pyrghy (pîrghî) Trompete. Töne werden durch Saugen ("Ziehen") produziert. Die pyrghy wird oft als Signalhorn verwendet, um den Beginn eines Rituals während Clanversammlungen oder Schamanensitzungen zu markieren.

- Syghyrtkhy – Strohpfeife oder Vogelfeder (Blasinstrument)

Dabei handelt es sich um eine kleine Pfeife aus einer Vogelfeder oder Stroh.

- Sybyshky (Blasinstrument)

Dabei handelt es sich um eine kleine Pfeife, ein Blasinstrument, das zur Zähmung von Wild verwendet wird und aus Birkenrinde hergestellt ist.

- Pyrghy (Blasinstrument)

Diese grosse, konische Trompete, bei der Luft eingesaugt wird, ist aus Holz gefertigt, um grosse Herden anzulocken (Elch, sibirischer Hirsch unf Rotwild).
Es besteht aus zwei identischen konischen Holzhälften, die mit Hilfe von Streifen aus Birkenrinde oder Weide zusammengeknotet sind. Die Spitze wird in die Mundecke eingeführt, und Luft wird mit Kraft angesaugt, was einen Ton erzeugt, der dem Ruf eines Rehwildes ähnelt. Heute wird dieses Instrument auch als Signalgebungsinstrument verwendet, um Feiern in der Gemeinde, Clan-Treffen und Schmanensitzungen einzuläuten.



- Amirgi-Manok – ist die Bezeichnung dafür von den Altaiern; ein Jagdhorn mit langem konischen Rohr, das aus Birkenrinde hergestellt ist. Es wird aus sibirischer Kiefer in zwei Hälften geschnitzt, die mit Birkenrinde zusammengehalten werden. Der gleiche Ton kann aber auch aus einem leicht konisch gefertigtem Kegel aus beliebigem steifen Material hergestellt werden. Das Instrument wird nicht melodisch genutzt, sondern nur zur Imitation von Tierlauten, um diese anzulocken

- Türlö – gewirbelt (Blasinstrument)

Dabei handelt es sich um ein Blasinstrument, das von der Hand geschwungen wird, um einen Luftstrom zu erzeugen, der das Instrument zum Klingen bringt.

- Shagy (Blasinstrument)

Es wird aus Schafknochen hergestellt und verwendet, um Schafe anzulocken.

- Timîr-khomys – Maultrommel

Dabei handelt es sich um ein kleines, hufeisenförmiges Instrument, an welchem eine steife Feder befestig ist. Heutzutage wird es aus Blech oder Stahl gefertigt (timîr-khomys bedeutet wörtlich übersetzt “Eisengerät“ ), aber früher wurde dieses Instrument aus Holz hergestellt.

Der Spieler platziert den Rahmen des Instruments mit seiner linken Hand an seinem Mund, wobei die Vorderzähne damit in Berührung kommen, und stösst die Feder, die als “Zunge” bezeichnet wird, mit seiner rechten Hand an. Die Instrumentenzunge wirkt wie ein Vibrator, während die Mundhöhle als Resonanzkörper fungiert. Der Spieler kann Tonhöhe und -lage verändern, indem er die Form der Mundhöhle ändert, die Kehle öffnet oder schliesst und die Stärke des Kontakts mit der Instrumentenzunge ändert.






- Tüür – Rahmentrommel oder Schamanentrommel (tungur) – (Schlaginstrument)

Die Trommel besteht aus einem runden Holzrahmen, der im Inneren mit einem vertikalen und einem horizontalen Holzstab fixiert und mit der Haut eines Paarhufers bedeckt ist. Früher wurde die Trommel nur als Ritualinstrument von Schamanen (kham) verwendet. Heute wird sie aber als das Hauptschlaginstrument in Musikgruppen eingesetzt.

Wird sie als Ritualinstrument verwendet, so befinden sich auf der Aussenseite des Trommelkopfes Zeichnungen sowie farbige Bänder (chalama), während Metallstückchen und Glöckchen an horizontalen Stäben im Inneren befestigt sind.


- Orba – Trommelschlegel aus Holz und Leder, gehört zur tüür.

Er ist aus der Harnblase eines Tieres hergestellt und mit Körnern gefüllt und weist einen Griff auf.





- Khongyros (Perkussionsinstrument)

Rassel aus Leder mit Körnern gefüllt.




- Sangyros (Perkussionsinstrument)

Handrassel mit Metalringen mit einem Handgriff die mit einem Pferde- und Wildschafkopf Ornament geschmückt sind.


- Khazykhtar (Perkussionsinstrument)

Rassel aus Schafsknochen.


- Sang (Perkussionsinstrument)

Aus Eisen gefertigt Handglocke mit Ibex Holzornament.


- Müüs (Perkussionsinstrument)

Rassel aus Kuhhorn mit kleinen Kieselsteinen gefüllt und mit Leder verschlossen.



- Tuyghakh-tar - Pferdehuf (Perkussionsinstrument)

Pferdehufklapper.

Überarbeitet von Hermelinde Steiner and Liesbet Nyssen 2013



PageTop